Umsatzsteuer- Sonderprüfung

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Die Umsatzsteuer-Sonderprüfung ist dafür da, dass steuerpflichtige Leistungen entsprechend besteuert, Steuerbefreiungen und Steuervergünstigungen nicht zu Unrecht in Anspruch genommen und Vorsteuerbeträge nicht unberechtigt abgezogen oder vergütet werden.

 

Wie rigoros Betriebsprüfer bei der Umsatzsteuer-Sonderprüfung vorgehen, lässt sich an den zusätzlichen Einnahmen bei der Umsatzsteuer ablesen, die die Betriebsprüfer durch ihre „Besuche“ in den Betrieben erzielen. Die Mehrerlöse summieren sich alljährlich auf fast 2 (1,5 Mrd. im Jahr 2017) Mrd. €.

Bei der Umsatzsteuer-Sonderprüfung als besonderer Form der Betriebsprüfung werden ausschließlich Umsätze und die darauf entfallende Umsatzsteuer sowie die angefallenen Vorsteuerbeträge geprüft. Der Prüfungsspielraum für eine Umsatzsteuer-Sonderprüfung umfasst in der Regel aktuelle Voranmeldungszeiträume.

Schlussbesprechung zur Klärung nutzen

Bestehen Sie nach einer Umsatzsteuer-Sonderprüfung grundsätzlich auf einer Schlussbesprechung, wenn der Betriebsprüfer bestimmte umsatzsteuerliche Sachverhalte in Ihrem Unternehmen beanstandet. Er muss Ihnen dabei erläutern, was er im Detail beanstandet, warum dies der Fall ist und welche steuerlichen Folgen dadurch entstehen.

Im Anschluss an die Umsatzsteuer-Sonderprüfung erhalten Sie einen Betriebsprüfungsbericht mit den Feststellungen des Betriebsprüfers. Gegen den Prüfungsbericht gibt es keinen Rechtsbehelf. Erst gegen den geänderten Steuerbescheid ist Einspruch möglich. Die Einspruchsfrist beträgt einen Monat ab Zugang des geänderten Steuerbescheids.

 

Wie die Umsatzsteuer-Sonderzahlung verrechnet wird

Die Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung wird in der Regel mit der Umsatzsteuer verrechnet, die sich aus der Umsatzsteuer-Voranmeldung für den Monat Dezember des laufenden Jahres ergibt. Bislang war nicht geklärt, was mit einem etwaigen Guthaben zugunsten Ihres Unternehmens passiert. Der BFH hat bereits 2008 entschieden, dass das Umsatzsteuer-Guthaben „stehenbleiben“ muss. Erst wenn sich aus der Umsatzsteuer-Jahreserklärung keine verrechenbaren Umsatzsteuer-Ansprüche des Finanzamts ergeben, darf das Umsatzsteuer Guthaben ausgezahlt werden.

Die Praxis des Finanzamts sieht seit Jahren erfreulicherweise ganz anders aus: Verbleibt nach Eingang der Umsatzsteuer-Voranmeldung für den Monat Dezember eines Jahres und Verrechnung der Umsatzsteuer für diesen Monat mit der Umsatzsteuer-Vorauszahlung ein Guthaben zugunsten des Unternehmens, wird es sofort ausgezahlt. Diese Praxis greift die Umsatzsteuer-Durchführungsverordnung jetzt ausdrücklich auf (§ 48 Abs. 4 UStDV).

Autor: Redaktion

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