Steuersparmodell Leasingsonderzahlung

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Leasing Firmenwagen

Leasingsonderzahlungen können Sie im Zeitpunkt ihrer Zahlung in voller Höhe als Betriebsausgaben abziehen. Voraussetzung ist allerdings, dass Sie Ihren Gewinn im Rahmen einer Einnahmen-Überschussrechnung ermitteln. Rechtlich handelt es sich bei den Leasingsonderzahlungen um Vorauszahlungen für Nutzungsentgelte. Die OFD Nordrhein-Westfalen hat sich mit Kurzinformation ESt Nr. 17/2016 vom 1.9.2016 mit diesem Thema näher beschäftigt.

 

Leasingzahlung ist grundsätzlich sofort abzugsfähig

Ermitteln Sie Ihren Gewinn im Rahmen einer Einnahmen-Überschuss-Rechnung (§ 4 (3) EStG) können Sie die Leasingsonderzahlung im Zeitpunkt der Leistung in voller Höhe als Betriebsausgabe geltend machen. Beachten Sie 2 Voraussetzungen:

  1. Der Leasinggegenstand muss von Ihnen betrieblich genutzt werden.
  2. Die Laufzeit des Leasingvertrags darf 60 Monte (5 Jahre) nicht überschreiten.

Nutzungsaänderung bei Kfz-Leasing

Gerade beim Firmen-Pkw sind Nutzungsänderungen in den nächsten Jahren vorstellbar. Grund: Der Pkw wird nicht mehr überwiegend betrieblich genutzt. Aus diesem Grund kommt es nicht nur auf die Nutzung des Pkw im Zeitpunkt die Leasingsonderzahlung an. Es ist auch die restliche Laufzeit des Leasingvertrags mit einzubeziehen. Somit führen spätere Änderungen bei den Nutzungsverhältnissen auch zu geänderten Steuerbescheiden. Hier kommt es aber auf zwei Dinge an: Die Nutzungsänderung muss sich innerhalb der Laufzeit des Leasingvertrags ergeben und der Steuerbescheid muss rechtlich noch änderbar sein.

So begruündet die Finanzverwaltung ihre Auffassung

Die Finanzverwaltung seiht in der Nutzungsänderung ein rückwirkendes Ereignis. Konsequenz: Ihr Steuerbescheid kann geändert werden.

Beispiel: Sie leasen im Dezember 2013 einen Pkw mit einer Leasinglaufzeit von 48 Monaten. Sie leisten eine Leasingsonderzahlung in Höhe von 10.000 €. Sie nutzen den Pkw zu mehr als 50 % betrieblich. Sie können die Leasingsonderzahlung in Höhe von 10.000 € als Betriebsausgen erfassen.

Ab Januar 2016 nutzen Sie den Pkw zu weniger als 10 % betrieblich. Aufgrund der geänderten Nutzung wird Ihre Leasingsonderzahlung im Jahr 2013 von 10.000 € nachträglich um 4.792 € (23/48 Monate von 10.000 €) gekürzt.

Empfehlung: Sofern Sie einen Leasingvertrag mit einer Laufzeit von bis zu 60 Monaten abschließen und sich die Nutzungsgewohnheiten nicht wesentlich ändern, machen Sie die Leasingsonderzahlung immer in voller Höhe als Betriebsausgabe geltend. So erzielen Sie in aller Regel auch die größte Steuerersparnis und schaffen Liquidität.

Autor: Markus Kahr

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