Firmenwagen

Spätestens ab der mittleren Führungsebene gehört der Firmenwagen zum Gehalt Ihrer Mitarbeiter wie ein Smartphone oder ein Computer. Und dabei gilt: Je größer der Firmenwagen, desto höher ist das Ansehen des Dienstwagennutzers in und außerhalb Ihres Unternehmens. Damit die Kosten nicht aus dem Ruder laufen, geben viele Unternehmen die Fahrzeugklassen nach Hierarchieebenen vor. Wem dies nicht reicht, der kann sich an den Kosten des Firmenwagens selbst beteiligen. Wie Sie und Ihre Mitarbeiter von einem Firmenwagen profitieren, erfahren sie hier.

Firmenwagen: Für rein betriebliche Fahrten fallen keine geldwerten Vorteile an

Stellen Sie Ihrem Mitarbeiter einen Firmen­wagen für rein betriebliche Fahrten zur Ver­fügung, fallen weder für Ihr Unternehmen noch für Ihre Mitarbeiter Steuern und Sozial­versicherungsbeträge an. Ein geldwerter Vorteil ist von Ihnen für Ihren Mitarbeiter erst dann zu versteuern, wenn er das Fahr­zeug auch für private Zwecke nutzen darf. Nutzt Ihr Mitarbeiter den Firmenwagen auch für Privatfahrten, entsteht ein geld­werter Vorteil, den Sie zusätzlich zu seinem laufenden Arbeitslohn besteuern. Darüber hinaus fallen Beiträge zur Sozialversicherung an, sofern die dortigen Grenzbeträge durch den Mitarbeiter noch nicht über­schritten sind.

Fahrtenbuch oder 1%-Regelung? - Sie bestimmen das Verfahren

Für die Ermittlung des geldwerten Vorteils stehen Ihnen 2 Möglichkeiten zur Verfügung:
  • Das Führen eines Fahrtenbuches oder
  • die 1­%­-Regelung


So binden Sie Mitarbeiter mit einem Firmenwagen an Ihr Unternehmen

Sofern Sie einen verdienten Mitarbeiter an Ihr Unternehmen besonders binden möch­ten, nutzen Sie die Möglichkeit, ihm einen Firmenwagen auch für die private Nutzung zur Verfügung zu stellen, denn dann spart er und auch Sie: Im Normalfall wird Ihr Mitarbeiter den Pkw­-Kauf entweder finanzieren oder aus seinem laufenden Gehalt ansparen. Beson­ders vorteilhaft ist es für Sie und ihn, wenn Sie anstelle einer Gehaltserhöhung eine Gehaltsumwandlung mittels Pkw­ Privatnut­zung vornehmen. Stellen Sie ihm einen Pkw zur Verfügung, kann er ihn sofort nutzen und Sie binden Ihren Mitarbeiter an Ihr Unternehmen. Sofern sein Jahresgehalt über den unten aufgeführten Beitragsbemessungsgrenzen zur Sozialversicherung liegt, sparen Sie beide obendrein noch die Beiträge zur Sozialversicherung, da hier die Maximalbegren­zung greift.

Firmenwagen: Ein Beispiel

Ihr Mitarbeiter, Steuerklasse I, ein Kind, wohnt in Lippstadt und erhält ein Monats­gehalt von 6.200 €. Anstatt sein Gehalt um 500 € zu erhöhen, stellen Sie ihm einen Fir­menwagen (30.000 € inkl. Umsatzsteuer) zur Verfügung, den er auch privat nutzen darf.

Für 240 € im Monat einen 30.000 € Firmenwagen privat fahren

Bei einem Gehalt von 6.700 € erhält Ihr Mitarbeiter vor Abzug der Sozialversicherung ein Nettogehalt von 4.907,11 €. Verzichtet er auf die Gehaltserhöhung und nutzt er Ihren Firmenwagen, beträgt das steuerliche Gehalt 4.666,64 €. Das sind 240,47 € je Monat weniger. Im Gegen­zug steht ihm aber auch der Firmenwagen zur sofortigen privaten Nutzung zur Verfügung. Darüber hinaus fallen für ihn keine laufenden Kosten für die Nutzung des Firmenwa­gens an, da diese von Ihrem Unternehmen übernommen werden. Weiterhin muss er für die Anschaffung des Pkw keine weiteren finanziellen Leistungen erbringen. Ihr Mitarbeiter zahlt für den 30.000 € teuren Wagen knapp 240 € im Monat oder 2.880 € im Jahr. Mehr sparen kann er kaum.



Vorteile für die Gehaltsoptimierung mit Dienstwagen

  1. Der Vorteil für Sie besteht darin, dass Sie Ihren Mit­arbeiter an Ihr Unternehmen binden. Da das Gehalt oberhalb der Sozialversicherungsgrenze liegt, haben Sie keine finanziellen Nachteile. Ihr Argument ist al­lein die Mitarbeiterbeziehung.
  2. Stellen Sie Ihren Mitarbeitern einen Pkw zur Verfü­gung, können Sie die gesamten Kosten als Betriebs­ausgaben erfassen. In der Regel übernehmen Sie als Arbeitgeber alle für den Pkw anfallenden Kosten (An­schaffung, Leasing, Steuer, Versicherung, Reparaturen, Benzin, Öl usw.). Ihr Mitarbeiter kann den Firmenwa­gen unentgeltlich oder gegen einen Kostenbeitrag für alle beruflichen und privaten Fahrten nutzen.
  3. Der große Vorteil Ihres Mitarbeiters besteht darin, dass er die Anschaffung eines eigenen Pkw aus seinem versteuerten Gehalt spart.
Empfehlung: Pkw-Hersteller sind immer bestrebt, möglichst hohe Zulassungszahlen präsentieren zu können. Daher ist es sinnvoll, Ihre Firmen-Pkws von einem einzigen Hersteller zu erwerben. Dann kommen Sie oftmals in den Genuss besonderer Rabatt-Staffeln. Fragen Sie gezielt nach, bevor Sie sich für einen Anbieter entscheiden. Und besonders gut verhandeln Sie, so meine Erfahrung, kurz vor dem Jahreswechsel.

Sie bestimmen das Budget des Firmenwagens

Ob Ihr Mitarbeiter Ihren Firmenwagen auch privat nutzen darf, ist allein Ihre Entscheidung bzw. die der Geschäftsfüh­rung. Auch das Budget für den Pkw geben Sie vor. Möchte Ihr Mitarbeiter einen größeren Pkw, können Sie Zuzahlun­gen vereinbaren.


Beachten Sie die Sozialversicherungsgrenzen 2018

Sofern das steuerpflichtige Gehalt, einschließlich des geld­werten Vorteils, über den Grenzen zur Sozialversicherung liegt, fallen hier keine weiteren Beiträge an. Dies gilt sowohl für Ihre Mitarbeiter als auch für Ihr Unternehmen. Eine lohnsteuerliche Grenze gibt es allerdings nicht. Sie führen auch dann Lohnsteuerbeträge an den Fiskus ab, wenn die Grenzen zur Sozialversicherung überschritten sind.

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