Diese Rechenwerte gelten ab dem 1.1.2019 für die Sozialversicherung

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Der Referentenentwurf zur „Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2019“, so der offizielle Name, wurde vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales am 6.9.2019 veröffentlicht. Die Einkommensentwicklung unterliegt bekanntlich jährlichen Änderungen, da Einkommen steigen. Mit dem vorliegenden Entwurf der Verordnung wird diesem Umstand Rechnung getragen und die Rechengrößen angepasst.

 

Die wichtigsten (vorläufigen) Rechengrößen ab 1.1.2019 im Überblick
West Ost
Monat Jahr Monat Jahr
Beitragsbemessungsgrenze: allgemeine Rentenversicherung 6.700 € 80.400 € 6.150 € 73.800 €
Beitragsbemessungsgrenze: knappschaftliche Rentenversicherung 8.200 € 98.400 € 7.600 € 91.200 €
Beitragsbemessungsgrenze: Arbeitslosenversicherung 6.700 € 80.400 € 6.150 € 73.800 €
Versicherungspflichtgrenze: Kranken- und Pflegeversicherung 5.062,50 € 60.750 € 5.062,50 € 60.750 €
Beitragsbemessungsgrenze: Kranken- und Pflegeversicherung 4.537,50 € 54.450 € 4.537,50 € 54.450 €
Bezugsgröße in der Sozialversicherung 3.115 €* 37.380 €* 2.870 € 34.440 €
vorläufiges Durchschnittsentgelt/Jahr in der Rentenversicherung 38.901 €

 

Starke Veränderungen der Rechengrößen im Verhältnis zu den letzten Jahren

 

In der Pressemitteilung weist das Bundesministerium für Arbeit und Soziales darauf hin, dass es die Rechengrößen erstmalig unter Berücksichtigung des Rentenüberleitungsabschlussgesetzes ermittelt hat. Hierbei werden die bisher getrennten Werte für West und Ost bis zum Jahr 2025 vereinheitlicht und angeglichen. Demnächst wird es die Unterscheidung nach West und Ost aber nicht mehr geben.

 

Die Regierung hebt die Grenzen bei der Rentenversicherung ebenfalls an

Die Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung steigt

  • von 6.500 €/Monat (2018) auf 6.700 €/Monat.
  • In den neuen Bundesländern steigt die Beitragsbemessungsgrenze von 5.800 €/Monat (2018) auf 6.150 €/ Monat.

 

Beitragsbemessungsgrenze bei gesetzlichen Krankenkassen bereits vereinheitlicht

 

Die Versicherungspflichtgrenzen der gesetzlichen Krankenkassen sind bereits bundesweit vereinheitlicht worden. Es gelten einheitliche Höchstgrenzen. Die aktuellen Versicherungspflichtgrenzen steigen wie folgt:

  • von 4.950 €/Monat (2018) auf 5.062,50 €/Monat bzw. 59.400 €/Jahr (2018) auf 60.750 €. Die ebenfalls bundesweit einheitliche Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung steigt wie folgt:
  • von 4.425 €/Monat (2018) auf 4.537,50 €/Monat bzw. 53.100 €/Jahr (2018) auf 54.450 €.

 

 

Autor: Markus Kahr

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